Sprechstörungen bei Kindern

Ursachen

- allgemeine Entwicklungsstörungen
- Familiäre Sprachschwäche mit Krankheitswert
- Hörstörungen
- Hirnreifestörungen
- geistige, körperliche Behinderungen
- genetisch bedingte Krankheiten/Syndrome
(z.B.Down-Syndrom, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten)
- Lippen- Kiefer-Gaumen-Segelspalten
- Schädel-Hirn-Traumata, endzündliche Hirnprozesse
- Störungen der Mundmotorik



Störungen im Sprechablauf, Redeflussstörungen

Stottern:

Art und Ausmaß des Stotterns sind situationsabhängig und können großen Schwankungen unterworfen sein. Stotternde leiden häufig unter ausgeprägtem Störungsbewußtsein. Begleitsymptome resultieren aus dem Versuch, die eigentlichen Stotterversuche zu überwinden und sind erlernt.
5% aller Kinder haben, bedingt durch eine Veranlagung, in ihrer Entwicklung eine Phase in der sie stottern. Der Beginn liegt meist zwischen dem 2. und 6. Lebensjahr, spätestens jedoch bis zum Alter von 12 Jahren.

Eine logopädische Diagnostik mit Beratung und ggf. Therapie ist nötig, wenn das Kind unter seinem verändertem Sprechen leidet oder Zeichen von Anstrengung oder Vermeidung beim Sprechen sichtbar sind.

Leitsymptome beim Stottern:

unfreiwillige Wiederholungen von Teilwörtern, Silben, oder Lauten
- Dehnung von Lauten
- Blockierung von Wörtern
- Als Begleitsymptome können Sprechangst, Vermeidungsverhalten, Körpermitbewegungen, Einschieben von Füllwörtern u.a. auftreten.

Poltern:

Poltern ist im Gegensatz zum Stottern von einem sehr schnellen Sprechen gekennzeichnet. Die Aussprache ist auf Grund des Missverhältnisses von Sprechtempo und artikulatorischer Fähigkeit und Defiziten in der Wahrnehmung häufig sehr undeutlich und verwaschen. Ein Störungsbewußtsein oder Leidensdruck ist bei Polterern selten vorhanden.


Behandlungsformen

Vor jeder Behandlung wird eine der Störung des Kindes und seinem Entwicklungsstand angemessene Diagnostik durchgeführt. Danach wird die Behandlung in Einzeltherapie oder in Gruppentherapie begonnen. Die Mitarbeit der Eltern ist von entscheidener Bedeutung, da sie viele Übungen bzw.ein spezielles Training mit dem Kind selber täglich durchführen müssen. Unter Umständen kann die Behandlung auch im häuslichen Bereich durchgeführt werden.

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